Mustervertrag


HAUSVERWALTERVERTRAG

Zwischen:


als Eigentümer, nachstehend „ EIGENTÜMER “ genannt

und


als Verwalter, nachstehend „ VERWALTER “ genannt, schließen nachstehenden Hausverwal-tervertrag:

§ 1 - Gegenstand der Verwaltung
Der Eigentümer überträgt dem Verwalter die Verwaltung des Grundstückes:

Musterstraße 14, 12347 Berlin

Eingetragen in das Grundbuch des Amtgerichtes Musterbezirk, Band 56, Blatt 1385

§ 2 - Pflichten des Verwalters
Der Verwalter hat die Verwaltung nach den Weisungen des Eigentümers und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu führen und hat insbesondere das Grundstück in seinem wirtschaftlichen Bestand zu erhalten.

Zu den Pflichten des Verwalters gehört insbesondere, soweit § 7 dem nicht entgegensteht:

a) Abschluß von Miet- und Pachtverträgen zu Marktbedingungen und deren Kündigung sowie der gesamte mündliche und schriftliche Verkehr mit den Mietern und Pächtern;
b) die Einziehung der Miet- und Pachtzinse, deren gesetzliche Geltendmachung wie überhaupt die Geltendmachung aller Ansprüche aus den Miet- und Pachtverhältnissen, erforderlichenfalls mit Hilfe des Gerichtes, auch unter Inanspruchnahme eines geeigneten Rechtsanwaltes;
c) die pünktliche Zahlung aller öffentlichen und sozialen Lasten, Abgaben und der wiederkehrenden Leistungen, die Bezahlung von Handwerker-, Lieferanten- und sonstigen Rechnungen und die Leistung anderer für die Hausbewirtschaftung notwendiger Ausgaben;
d) die genaue Beachtung und Durchführung aller gesetzlichen und behördlichen Vorschriften, die die Bewirtschaftung eines Grundstückes betreffen sowie der Pflichten und Rechte des Grundstückseigentümers;
e) in Übereinstimmung mit dem Eigentümer: der Abschluß von Versicherungsverträgen in ausreichender Höhe gegen Feuer, Leitungswasser- und Glasschäden sowie Haus- Haftpflicht und die fristgemäße Zahlung der Versicherungsprämien; ferner die Vertretung des Eigentümers gegenüber den Versicherern zur Wahrung der Rechte des Eigentümers bei Versicherungsfällen und Schadensregulierungen;
f) Die Vergabe der notwendigen Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an geeignete Handwerker sowie Abschluß von Lieferungsverträgen über Heizstoffe im Einvernehmen mit dem Eigentümer, ferner die Abnahme der Leistungen und Lieferungen sowie die Prüfung der Rechnungen, wobei etwaige Preisnachlässe, Rabatte und Vergünstigungen aller Art auf den Rechnungen zu erscheinen haben und dem Hauskonto mit ihrem Geldwert gut zubringen sind;
g) die Einstellung, Überwachung und Entlassung von Hauswarten, Heizern, Maschinenpersonal und sonstigen Hilfskräften sowie der Abschluß der erforderlichen Dienstverträge unter Beachtung der lohnsteuer- und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten des Arbeitgebers und der gesetzlichen und / oder tariflichen Rechte des Arbeitnehmers;
h) Rechnungslegung und die Sammlung der Einnahmen- und Ausgabennachweise und Belege, wobei ein Hauskonto mit der Bezeichnung "HK Musterstraße 14" bei folgendem Kreditinstitut zu führen ist :

Bank:

BLZ :

Konto - Nr.:

i) die Vorlage der Abrechnung bis zum 1 0. Werktag eines jeden Monats (sämtliche Bücher, Belege und Zeichnungen, auch wenn Sie vom Verwalter beschafft wurden, sind Eigentum des Eigentümers und diesem jederzeit auf Verlangen auszuhändigen);
j) für jedes Mietobjekt ist eine gesonderte Mietakte zu führen, die den gesamten Schriftwechsel enthält;
k) die Pflicht, den Eigentümer unverzüglich von allen wichtigen Angelegenheiten, insbesondere auch von Zwangsmaßnahmen Dritter, in Kenntnis zu setzen, insbesondere durch Übermittlungen von Kopien, Durch- oder Abschriften des Schriftwechsels.

§ 3 - Verwaltervergütung
Der Eigentümer ist verpflichtet, dem Verwalter für seine Tätigkeit eine monatlich nachträglich fällig werdende Vergütung von

. . . .
zu zahlen. Die Mindestvergütung beträgt monatlich 00,00 Euro.

Der Verwalter ist berechtigt, am Monatsletzten die Vergütung aus den eingehenden Miet- und Pachtzinsen zu entnehmen. Ist diese Entnahme nicht möglich, so verpflichtet sich der Eigentümer, die Vergütung an den Verwalter unmittelbar bei Fälligkeit zu zahlen.

§ 4 - Auslagenerstattung
Der Verwalter ist berechtigt, für die notwendigen Auslagen, wie Porti, Fernsprechgebühren, Fahrgeld, Geschäftsbücher, Vordrucke usw., 10 % des monatlichen Verwaltungsentgelts zzgl. gesetzlichen MwSt. als Kostenpauschale aus den Miet- und Pachtzinsen zu entnehmen.

§ 5 - Vertretung
Sollte der Verwalter längere Zeit an der Ausübung seiner Tätigkeit verhindert sein, so ist er verpflichtet und berechtigt, einen geeigneten Vertreter zu bestellen. Der Eigentümer muß hiervon rechtzeitig vorher in Kenntnis gesetzt werden. Der Verwalter hat die volle Verantwortung für die Handlungen und Unterlassungen seines Vertreters.

§ 6 - Vertragsdauer
Dieser Vertrag wir für die Zeit vom 00.00.0000 bis zum 31.12.0000 geschlossen. Wird er nicht von einem der Vertragsschließenden rechtzeitig, d.h. unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten durch Einschreiben gekündigt, so verlängert er sich jeweils um 12 Monate.

§ 7 - Besondere Vereinbarungen
Weiterhin wird folgendes vereinbart:
a) Sonderarbeiten, die außerhalb der üblichen Hausverwaltertätigkeit liegen und in Wahrnehmung der Interessen des Eigentümers vom Verwalter übernommen werden, sind besonders zu vergüten.
b) Bei der Vergabe von Werkleistungen sind grundsätzlich Gegenangebote einzuholen.
c) Vor Abschluß von Werkverträgen mit voraussichtlichen Kosten über 2.000,00 Euro ist die Einwilligung des Eigentümers schriftlich einzuholen.
d) Die Vermietung „frei“ werdender Wohnungen / Gewerberäume erfolgt über die Verwaltung, die sich zu Ihrer Entlastung eines Maklers bedienen darf.
e) Besonders umfangreiche und zeitaufwendige Arbeiten, wie besondere Serienbriefe, Baukalkulationen und - betreuungen, Modernisierungsankündigungen u.a.m. werden durch die Verwaltung gegen gesonderte Vergütung übernommen.
f) Sollte der Vertrag auf Wunsch des Eigentümers gekündigt werden, gilt hiermit vereinbart, daß für die Aufwendungen des Verwalters im Hinblick auf die Übergabe der Verwaltungsunterlagen eine pauschale Sondervergütung von 10 Prozent der Jahresverwaltervergütung an den Verwalter gezahlt wird.
g) Schadensersatzansprüche aus einer Verletzung dieses Vertrages können von beiden Seiten nur innerhalb von 2 Jahren ab Kenntnis, jedoch spätestens 3 Jahre nach Beendigung dieses Vertrages geltend gemacht werden.

§ 8 - Vollmacht
Dieser Dienstvertrag ersetzt nicht die Hausverwaltungsvollmacht und kann als solche nicht verwandt werden. Er regelt ausschließlich die Beziehungen zwischen Eigentümer und Verwalter im Innenverhältnis. Die Vollmacht wird dem Verwalter gleichzeitig gesondert erteilt, und zwar in zweifacher Ausfertigung. Diese sind bei Beendigung des Vertrages zurückzugeben.

§ 9 - Verschiedenes
Mündliche Abreden sind neben diesem Vertrag nicht getroffen worden. Sollte eine der Bestimmungen ganz oder teilweise rechtsunwirksam werden, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. In einem solchen Fall ist der Vertrag seinem Sinne gemäß zur Durchführung zu bringen. Beruht die Ungültigkeit auf einer Leistungs- oder Zeitbestim-mung, so tritt an ihre Stelle das gesetzlich zulässige Maß. Die Vertragschließenden bestätigen hiermit, jeweils eine der beiden Originalausfertigungen dieses Vertrages, die sämtlich von ihnen gelesen, genehmigt und eigenhändig unterschrieben worden sind, erhalten zu haben.

Ort / Datum.........................................................-----------------------Ort / Datum.........................................................


Der / Die Eigentümer...........................................----------------------- Der Verwalter.....................................................

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